Reisebericht: Kurzurlaub nach Świnoujście

In der vergangenen Woche war ich einige Tage in Swinemünde auf der insel Usedom. Nach einer etwas unbequemen Zugfahrt von Berlin (4,5 Stunden) mit dem RE3 und der Usedomer Bäder Bahn hatte ich erstmal eine Telko mit einem neuen Start  up Projekt die leider von Montag auf meinen Anreisetag am Dienstag verlegt wurde. Das Geschäft scheint zu klappen und damit war es eine gute Idee an dem Gespräch teilzunehmen. Allerdings war es für die anderen Teilnehmer der Telko sicher lustig und vielleicht auch nervig das Möwengeheule und die Autos zu hören, denn ich lief noch etwas unkoordiniert in der Stadt rum.


Nicht weit von der Bahnstation Świnoujście Centrum an der ich angekommen war lag meine Hotel direkt an der Promenade. Ein Wellnesshotel (so Wellness wie es mit 3* sein kann) mit Massagen und einem Whirlpool. Ganz nett und vom Preis her (60,- / Nacht) ganz OK.


Die Stadt mit ihren über 40.000 Einwohnern ist sehr gut geeignet für einen Kurzurlaub. Die Preise sind moderat und der Strand ist riesig und super ausgebaut. Man kann für ca. 5,- Euro (20 Zloty) gut essen und hat somit keine große Belastung auf dem Geldbeutel.
Sehenswürdigkeiten sind der Strand an dem man in Strandkörben oder einfach so sitzen kann oder einen langen Spaziergang entweder in Richtung der deutschen Grenze oder in Richtung Hafen machen kann.

Auf dem Weg zum Hafen sieht man 2 Forts aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die man besichtigen kann. Sie wurden für den 2. Weltkrieg zum Schutz des Hafens weiter ausgebaut. Gewöhnungsbedürftig sind jedoch die Flakkanonen, auf denen jedes Kind spielen kann.

Kanonenrohr hoch und runter, drehen etc. Da ich mich sehr für diese geschichtlichen Themen interessiere war der Besuch spannend, aber auch erschreckend, denn der glatzköpfige, deutsche Typ mit dem Böse Onkelz T-Shirt hatte dann doch seine eigenen Interpretationen über die Nazi-Ausstellungsstücke im kleinen Museum des Forts. Ein flaues Gefühl mit so einem Typen die Ausstellung zu sehen. In einer Nazifestung in Polen.
Anschließend kann man in den Hafen spazieren in dem nicht wirklich viel spannendes zu sehen ist und gelangt so in die Innenstadt. Kulturelles Highlight waren für mich die beiden Jazzclub in Hafennähe die ich mehrfach besucht habe. Jazzclub Centrala und Jazzclub Scena. Die waren sehr nett.


Was ich nicht gesehen habe waren der Kurpark der sicher einen ausgedehnten Spaziergang verdient hat und auch in die deutsche Richtung bin ich nicht gefahren oder gelaufen. Auch eine Schiffstour nach Stettin habe ich in den knapp 4 Tagen dort nicht gemacht. Ich war auf jeden Fall positiv überrascht von Swinemünde und werde sicher wieder hinfahren.

Das lustigste Ereignis war sicherlich mein Fund am Strand:

Ich wäre fast reingetreten ….

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