Kein normales Spiel

Ich hätte nicht gedacht, dass ich zu der peinlichen 4:1 Niederlage von TeBe am vergangenen Mittwoch bei Hürtürkel noch ein Posting machen würde, aber die allgemeine Berichterstattung über die Partie ist doch zu spannend.

 

Auf turus.net war schon gleich einen Tag später ein Artikel von Jörg Pochert erschienen, der die Situation gut zusammengefasst hat: „Kein Zehner für nen Steher: Sechstliga-Fußball muss bezahlbar sein!„. Kaum zu glaube, dass eine eher nebensächliche Frechheit so hohe Wellen schlägt. Das hat wohl mit der Uneinsichtigkeit der Verantwortlichen bei Hürtürkel zu tun, denn was Hürtürkels 1. Vorsitzender Selami Erbay auf Fussball.de dazu sagt ist schon abenteuerlich:

„Wir haben im Hinspiel bei TeBe acht Euro gezahlt und wollten zeigen, dass wir das auch können.“ Von TeBe-Seite wird jedoch darauf hingewiesen, dass eine Karte sieben Euro kostet, inklusive überdachter Sitzplatz-Tribüne.

In einer kurzen verbalen Auseinandersetzung mit ihm sprach er mir gegenüber noch, extrem aufgebracht, von 10,- EUR die er hätte bezahlen müssen bei uns. Eigentlich ging es wohl eher darum, dass einige Hürtürkel verantwortliche beim Hinspiel bei uns überhaupt Eintritt zahlen mussten. Das hat sie wohl nachhaltig verärgert.

Insgesamt kann man aber von einem ruhigen Abend sprechen, wenn man bedenkt was sich noch vor einiger Zeit dort bei Hürtürkel abgespielt hat: „Du stinkst schon wie ein Jude“. Deshalb war auch mit einem hohen Polizeiaufgebot zu rechnen.

Wenn man dem Präsidiumsmitglied des Berlin Fussball-Verbands Mehmet Matur glaubt, hat der Verein im vergangenen Jahr seine Hausaufgaben gemacht.

„Der Verein hat eine gute Reaktion gezeigt, mit der Polizei kooperiert, Spieler und Trainer zu Anti-Gewalt-Kursen geschickt.“

Somit ist also die Aktion mit dem „Topzuschlag“ für das Spiel ein klassisches Eigentor für Hürtürkel.

Für mich war es trotz allem ein netter Abend, denn Musu, der Besitzer meines Stammkiosks direkt neben unserem Büro, war auch vor Ort und wir haben die zweite Halbzeit für ein nettes Gespräch genutzt. Das war auch das einzigste Gute an dieser zweiten Halbzeit.

Hoffentlich fängt sich unsere Mannschaft an diesem Wochenende wieder, denn es geht gegen Eintracht Mahlsdorf darum, den Anschluss nach oben in der Tabelle nicht ganz zu verlieren.