Oberholz 2

Heute bin ich an der Zehdenicker Str. 1 vorbeigekommen. Koulla und Ansgar haben sich kurz Zeit genommen mir die neuen Räume des Sankt Oberholz zu zeigen. Sehr anstrengend ein ganzes Haus neu zu bespielen!

NEIN: der Laden am Rosenthaler bleibt, hier handelt es sich um eine weitere Location mit Co-Working, Büros und einem Cafe. Neuer Wind also in Mitte!IMAG1054

Ab die Tage wird eröffnet. Ich freue mich drauf. Hier einige Bilder:

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iTHINKi – Unsere ‚Little Data Company‘

Die Geschichte startet mit einer Android App mit dem Namen iTHINKi. Bitte probiert sie hier aus! Check unsere Webseite, folge uns auf Twitter oder kommt in unsere Facebook-Gruppe.

Im Moment ist iTHINKi nur ein einfaches Smartphone-Tracking-Device, aber mit einem kleinen Unterschied. Der Unterschied liegt darin, dass wir nicht vor haben, jemals Eure Daten zu tracken. Klingt komisch, klar, aber die Realität ist, dass sich Unternehmenswachstum und ‚Big Data‘ meist darum drehen, dass die Unternehmen mehr über dich wissen als du selber. Darin liegt ihr Wettbewerbsvorteil. Wir glauben, deshalb solltest Du Dich, mit unserer Technologie beschäftigen.

Unser Ziel ist es Dir die Möglichkeit zu geben, von den Daten die Du generierst zu profitieren, sie zu verstehen und Spaß damit zu haben. Wir wollen es Dir einfach machen, Deine Daten zu lesen, zu managen, zu ändern oder was immer Du damit tun möchtest. Wir bauen Tools, damit Du Deinen eigenen Datengarten abstecken kannst. Wir können andere (noch) nicht aufhalten, Deine Daten zu sammeln, aber wir können, einfach gesagt, Dir die Möglichkeit geben Deine eigenen Daten selbst bestimmt zu nutzen.

Im Moment musst Du nicht mal unsere „Terms & Conditions“ akzeptieren, denn wir haben keine – das ändert sich vielleicht mal, was wir jedoch haben und was Du von uns bekommst sind unsere Hoffnungen und Träume. Wenn es schlecht läuft, dann bleibt iTHINKi nur eine einfach Seite im Netz. Wie auch immer, wir brauchen keine Privacy Policy, denn wir wollen Deine Daten gar nicht haben. Sie bleiben bei Dir!

Wir geben Dir Werkzeuge damit Du Deine eigenen Daten befreien kannst. Du kannst sie löschen, exportieren oder speichern, wie Du magst! Genau das ist es was mit mit ‚Little Data Company‘ meinen.

Die Idee, die Bewegung, das Unternehmen bauen auf dem Versprechen unserer Ehrlichkeit. Dieses Vertrauen ist der einzige Vorteil den wir haben. Aber warum uns vertrauen? Wir haben begonnen aufgrund unserer gemeinsamen Leidenschaft für Open Source, Free Software, Mobile und Soziale Technologien. Wir glauben, dass der bessere Deal und einfachste Weg nach vorn lautet: Die Daten die Du generierst sind Deine! Wir sind auf dem Weg es Dir einfach zu machen etwas nützliches mit Deinen Daten zu tun. In der Zukunft werden wir sicherlich unabhängige Auditoren damit beschäftigen unsere Ehrlichkeit und testieren und somit Euer Vertrauen zu rechtfertigen.

Wie wollen wir die Ideen von iTHINKi realisieren? Es ist so einfach, dass wir uns wundern, dass noch niemand (den wir kennen) so etwas anbietet. Wir wollen eine Open Source Bewegung aufbauen, die die individuellen Nutzerrechte steigert und die Möglichkeit liefert, die eigenen Daten besser zu verstehen und davon selber zu profitieren – wir helfen Dir Dein digitales Leben besser zu verstehen. Trotz allem, nur weil du tippst, klickst, roamst, teilst, chattest, knipst, dich einloggst oder was immer Du Online tuest: das bedeutet noch lange nicht, dass dir deine Daten nicht gehören! Es sind Deine Daten und wir hoffen, wir können Dir helfen sie zurück zu bekommen!

First things first:

  • Alle Daten die iTHINKi für Dich sammelt gehören dir
  • die Daten bleiben auf Deinem Gerät und werden von uns nicht gelesen
  • Du kontrollierst Deine Daten
  • Du kannst sie exportieren und damit machen was du magst
  • Du entscheidest welche Informationen über Deine Daten Du haben möchtest

Aber wie werden wir damit jemals Geld verdienen? Unsere Partner, Freund und Familien fragen uns das natürlich. Also, iTHINKi, die App, wird vielleicht nie Geld verdienen, denn wir sind was Werbefinanzierung angeht zurückhaltend. Es gibt Potenzial für Premium Services, kostenlos auf Zeit oder Einmalkauf im Appstore – aber all das wird unser Userwachstum einschränken und wenn wir daran glauben, dass Informationen für den Nutzer frei zugänglich sein sollte, wären diese Wege schon sehr komisch.

Wie auch immer, vielleicht in der Zukunft … Wenn wir mal genug Nutzer haben, dann können wir Dir als Nutzer ein Angebot machen, mit dem Du vielleicht Geld verdienen kannst, in dem Du Teile Deiner Daten an den höchst bietenden verkaufen kannst. Vielleicht Anonym an Hochschulen, Unternehmen oder Start-Ups, die Dein Datenprofil interessiert und wenn Du diese Informationen mit ihnen teilen möchtest!

Im Moment haben wir keine Wahl. Deine Daten gehören Dir und wir helfen Dir, diese überhaupt erstmal kennenzulernen. Bitte probiere doch unsere App aus. Du kannst sie hier runterladen – bitte sag uns, was Du davon hältst, was Du gern an weiteren Funktionen sehen würdest damit wir eine wirklich kollaborative, dezentralisierten Service schaffen können.

Auf dem Frismakers Festival Berlin habe ich dazu auch einen 300 Sekunden Pitch gehalten. Geht besser, aber war auch der erste überhaupt!

„little data company is making use of the mindset & tools of the start up movement without aiming for VC and profit on the back of user privacy, but with the goal to empower the user instead of big companies this is digital activism applying a business mindset / with a business backbone“.

J.G. Archer, CEO & Founder: Linkedin / Twitter

Arend Jan Majoor, Founder: Linkedin / Twitter

Andreas Gebhard, Founder : Linkedin / Twitter

Mirko Boehm, CTO: Linkedin / Twitter

EndoCode, Tech Partners: Website

Berlin, Berlin – wir gründen in Berlin!

Dieser Artikel ist im newthinking Magazin ‚Open Everything‘ im Mai 2013 erschienen:

Viele gründen Start-ups in Berlin, viele Zaungäste stürzen sich darauf – aus unterschiedlichen Motiven und mit unterschiedlichen Absichten. Verhindert werden muss jedoch, dass kreatives Innovationspotenzial auf dem Weg einer Anpassung an klassische Venture-Capital-Strukturen auf der Strecke bleibt.

Worum geht es bei der Diskussion um den Start-up-Standort Berlin: Um die Stadt? Um die Community? Um den eigenen Geldbeutel? Was sind die relevanten Fragen? Züchten wir Unternehmenszombies für die vorhandenen Business-Strukturen heran? Bilden wir nicht sogar künstliche Ruinen? Prof. Dr. Kai Vöckler hat sich in seinem Buch Die Architektur der Abwesenheit. Über die Kunst, eine Ruine zu bauen mit der Kulturgeschichte der Chimäre auseinandergesetzt und kommentiert in einem Kurzgespräch:

In deinem Buch beschreibst du eine lange Tradition der nutzlosen Architektur, die allein zur Erbauung der Betrachter entwickelt wurde. Sie hat viel mit Zeitgeist und Weltbildern zu tun. Was hat es damit auf sich?

Du meinst die antikisierten künstlichen Ruinen, wie sie in den Landschaftsparks gebaut wurden. Ich würde diese nicht als nutzlos bezeichnen, denn sie dienen ja, wie du selbst sagst, der Erbauung – wie der Park auch. Ich würde sogar sagen, dass sie einen Erkenntnisgewinn versprechen, wenn man sich auf sie einlässt. Nicht nur erinnern sie an die Vergänglichkeit der Dinge und des Lebens, sondern können auch einen wichtige kulturelle Funktion haben, indem sie etwa einen Bezug zur Antike herstellen, auch wenn die Griechen und Römer nie in Kassel oder Dessau waren. Man kann das als Fake abtun, unterschätzt dann aber die wichtige sinnstiftende Wirkung solcher künstlich ruinierten Monumente.

Wie schätzt du eine neue Start-up-Kultur in Berlin und in Deutschland ein: Drohen hier, im übertragenen Sinne, nicht auch künstliche Ruinen?

Das liegt in der Natur der Sache. Nichts ist von Dauer, und manchmal stellt sich der Verfall schneller ein, als man möchte. Umso interessanter ist, dass einige Künstler und Architekten das unweigerliche Verschwinden ihrer Kunstwerke mitdenken und zum Thema machen. Das kann man von der Start-up-Kultur nun nicht erwarten, hier geht es ja um Kommerz und nicht um Kunst. Da ist jedes Scheitern natürlich unwillkommen. Künstler sehen das anders. Um Beckett zu zitieren: »Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.« [1]

Was hältst Du von einer Erweiterung der Begrifflichkeit Creative Entrepreneurship?

Den »Entrepreneur«, der sein Scheitern zum Thema macht, habe ich noch nicht kennengelernt. Der wäre wirklich etwas Neues.

Um zu scheitern, muss man erst einmal anfangen. Nur dann kann man auch verlieren. Für Berlin gilt es ja in diesen Tagen vor allem dazu zu gehören – zu dieser förderwürdigen Crowd von Gründern, die die Investoren überzeugen. Im internationalen Kontext gibt es hingegen keine Anzeichen, dass Berlin eine relevante Rolle spielt. Eine Liste des Benchmarking-Projekts Startup Genome [2] sieht erwartungsgemäß auf Platz 1 Silicon Valley, auf dem zweiten Rang folgt die israelische Metropole Tel Aviv. Auffallend viele US-amerikanische Regionen haben den Sprung in die Top Ten geschafft. Berlin landet auf Platz 15.

Die Relevanz der Berliner-Start-up-Szene steht in keinem Verhältnis zu ihrer Selbstwahrnehmung. Es scheint so, dass die Akteure den Standort sehr überschätzen und immer mehr weitere Marktteilnehmer auf diesen Zug aufspringen. Das macht aber noch keine einzige neue Firma, sondern vergrößert nur die Diskrepanz zwischen Realität und Fiktion. Aus diesem Grund ist es umso entscheidender, einige Eckpunkte zu beherzigen, möchte man sich erfolgreich und fördernd in der Gründerszene bewegen.

Anstelle der Interessen von Investoren sollte insbesondere der Unternehmergeist aufstrebender Akteure gestärkt werden. Ziel sollte es sein, offene IT- und Webwelten zu stützen und keine neuen Monopole errichten zu wollen, nur weil sie den größten Profit versprechen. Berlin muss sich als Standort für ein offenes Web wahrnehmen und positionieren, denn unsere aktuellen Möglichkeiten der Kreativität strahlen weit über den engen Start-up-Horizont hinaus. Berlin ist eine DIY-Capital! Musik und Kunst sind im besten Sinne Standortfaktoren. Daher sind die Verdrängungsprozesse durch hochfinanzierte Venture-Capital- und Start-up-Unternehmen als Bedrohung der Kreativen-Ursuppe Berlins zu verstehen und verhindern (lustigerweise) die wirtschaftliche Gesundung der Stadt, denn sie sind nicht unbedingt nachhaltig oder gar fair. »Die allermeisten Start-ups verschwinden wieder«, sagt Alexander Hülsing vom Gründerszeneportal deutsche-startups.de, denn, so fährt er fort: «Die Erfahrung des Scheiterns ist Teil der Kultur.« [3]

Etliche UnternehmerInnen geben auf, wenn ihre Ideen nicht den erhofften Erfolg erbringen. Und suchen sich einen neuen Arbeitsplatz als Angestellte. In den USA scheint das anders zu sein. Wenn ein Projekt scheitert, wird ein neues in Angriff genommen, und sollte es wieder nicht funktionieren, folgt ein weiterer Versuch. Hüsing macht klar: »Wir müssen daran in Deutschland arbeiten, dass Scheitern kein Makel mehr ist.« Laut einer Studie [4] des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) liegt das Durchschnittsalter von GründerInnen der IT-Branche in Deutschland bei 38 Jahren und ist damit relativ hoch. Da kann man auch sagen: Es ist noch nicht zu spät. Wichtig ist die nachhaltige Dimension des Gründens. Lieber viele kleine gesunde Unternehmen als wenige hochgezüchtete.

Das Steffi-Graf-Stadion im Berliner Grunewald (52°29’5”N 13°15’27”E) wurde 1996 erbaut und bietet Platz für über 7.000 BesucherInnen. Seit Jahren jedoch liegt es fast unbenutzt brach. Könnte es so auch der Berliner Start-up-Szene ergehen? Photo: Andrea Grützner

 

[1] Samuel Beckett: Worstward Ho, New York City 1983

[2] Joachim Hackmann in der Computerwoche vom 26.3.2013

computerwoche.de/a/wo-startups-am-besten-gedeihen,2529511

[3] Interview im Kölner Stadt-Anzeiger

ksta.de/wirtschaft/bitkom-muenchen-und-berlin-sind-startup-hauptstaedte,15187248,20801330.html

[4] bitkom.org/73980_73972.aspx

Kai Völcker kai.voeckler.de

Burschenschaftler in da house

Gestern hatte ich einen skurilen Termin mit einer Delegation des Österreichische Cartellverband (ÖCV) bei uns im Büro.

Mehrere Dinge habe ich dabei gelernt:

  • Man sollte sich vorher genauer ansehen wen man denn so einlädt bzw. auf welche Gesprächsanfrage man sich einlässt
  • Es macht Spaß, Dinge wie Feminismus, Internationalität, Netzneutralität und Open Source einer von diesen Themen doch eher entfernten Zielgruppe zu kommunizieren
  • Es absolut Sinn macht, was Sascha Lobo sagt, im besten Beckenbauerschen Sinne „Geht’s raus und spielt’s Netzpolitik“

Die Debatte zum Thema re:publica war ganz interessant und das Interesse groß. Schaun wir mal ob auch die aufklärerischen Ansätze von mir sich irgendwie verfangen haben.

NOAH, Google Campus & LeadersIn – My week in London

Letzte Woche habe ich mal wieder London besucht. Grund waren diverse Konferenzen und einige geschäftliche Termine. Los ging es am Abend des 06.11. mit der Party der NOAH-Conference in der Battersea Power Station – bekannt von dem Cover des Pink Flyod Albums Animals.

Battersea Power Station

Die Party war ganz nett, aber leider schossen die Veranstalter etwas über das Ziel hinaus. Sie präsentierten nämlich mehrere Gruppen leicht bis nicht bekleideter Damen (Latex, Body-Painting …) zur Unterhaltung der (vorwiegend männlichen) Gäste. Die Reaktion war 50/50. Die einen zückten das Handy, die anderen drehten sich etwas verschämt weg.

Durch einen Zufall landete ich dann noch in dem neuen und schwer angesagten Bar Club Bodo’s Schloss.

Dort konnte ich live sehen, wie Parties in London von den oberen 10.000 so gemacht werden. Der Style war komplett German. Verrückt. Eine Mischung aus Skihütte und Oktoberfest.

Am nächsten Tag hatte ich dann einen ganzen Tag auf der NOAH-Conference. Dort trafen sich über 1.000 Start-Ups und Investoren um über B- und C-Runden der Finanzierung zu sprechen. Stark fand ich die Debattenrunden Leading Women and Their Start-Ups und Israel Panel – Part II: Finding EBITDA in the Holy Land.

Leading Women and Their Start-Ups

Der Summit of newthinking durfte dort natürlich auch nicht fehlen:

Nach einem schönen Abend mit Antje in einigen Pubs rund um Angel durfte ich dann am nächsten Morgen den Google Campus besuchen und dort etwas co-worken. Der claim dort: „Let’s fill this town with startups“.

Weiter ging es in der Londoner Börse mit einer Veranstaltung von LeadersIn Business mit den CEOs; Ronan Dunne, CEO – O2 Telefónica und Robert Senior, CEO – Saatchi & Saatchi Europe, Middle East and Africa. Beides wirklich spannende Unternehmenschefs, die von ihrer Arbeit mit ihren Team erzählt haben.

Nach einem weiteren Businessmeeting im Brown’s Hotel ging es dann wieder zurück nach Berlin.

Fazit

Berlin tut sehr gut daran sich, wenn überhaupt, als kontinentaleuropäische Start-Up Hauptstadt zu positionieren. London ist da noch ein anderes Kaliber.

Frismakers Festival: „Die Geschichte der re:publica“

Am 05.September 2012 habe ich auf dem ersten Frismakers Festival in Deutschland eine 300 Sekunden Präsentation zur Geschichte der re:publica gehalten.

Andreas Gebhard, newthinking communications from newthinking on Vimeo.

Das Frismakers Festival wurde von newthinking zum ersten Mal in Deutschland durchgeführt. Dort wurden sehr viele spannende Projekte aus den Bereichen Marketing, Innovation, Personal und Kommunikation präsentiert. Ich freue mich schon auf das nächste!

What happens in Vegas? Eine Woche voller genialer Events

„Das wird harte Arbeit“, soviel war schon mal klar vor der ersten Woche im September 2012. Ein neues Paradigma wollten wir ausprobieren und ein Eventcluster ist dabei rausgekommen und ich möchte festhalten: es ist sehr gelungen! Neben dem Team bei newthinking und den vielen freien MitarbeiterInnen waren in diesem Jahr auch die KollegInnen der a2n aktiv, das Team des Torstraßen Festivals und super viele andere. Aber der Reihe nach:

Am Samstag, den 01. September haben wir wieder die Torstraße beim Torstraßen Festival gerockt! Und wie. Wer nicht da sein konnte sollte sich schwer ärgern denn was da so abging war unbeschreiblich toll. Selten habe ich so viele erfreute und zugleich entspannte Gesicher gesehen bei einem Event das wir gemacht haben (und wir haben schon viele gemacht)! Einen Eindruck findet man hier bei den Kolleginnen von Mit Vergnügen:

Angeblich ist die Vorfreude ja die schönste Freude. Im Falle vom Torstraßen Festival muss man allerdings klar sagen: NÖ. Entschuldigung, aber wie toll war das denn?

Auf unsere spezielle Art haben wir uns dann bedankt:

Für ein überwältigendes Torstraßen Festival 2012 bedanken wir uns…

bei einem fantastischen Publikum
bei 33 faszinierenden Acts
bei 9 sehr besonderen Locations
bei allen Off-Locations
bei Nachbarn und spontanen Mitmachern
bei unseren Stagemanagern und Tonmenschen
bei den Helfern von newthinking
bei unserer PR-Wunderlady Susanne
bei 24/7 Technik-Koordinator Martin
bei allen freiwilligen Helfern
bei allen Partnern und Unterstützern
bei Soundposter-Malte
bei David vom ExBerliner
bei Deidre und Jonas von kaiku studios
bei Matze und Pierre von Mit Vergnügen
bei Ansgar und Claus vom Sankt Oberholz
bei verrückten Kartoffeln und fliegenden Dumplings
und bei den Bewohnern der Torstraße!

Danke!
Andrea, Andreas, Melissa & Norman

Insgesamt konnten wir wohl so 2.000 BesucherInnen zählen und das ist nun wirklich eine konservative Schätzung wenn man alleine das Oberholz in der Torstraßen Festival Rush Hour gesehen hat!!

Das erste Opfer dieser Mammutwoche war dann auch das TeBe Spiel in Staaken welches ich dann am Sonntag sausen ließ. An dieser Stelle mal ein großer Dank an Kevin der mit TeBe On Air dafür gesorgt hat, dass alle die nicht bei einem Spiel dabei sein können trotzdem die zweite Halbzeit im Radion 2.0 mithören können!

Am Montag stand dann nach einer interessanten TeBe Vorstandssitzung und dem einzigsten normalen Bürotag die Medianight auf dem Programm im Kühlhaus. Dort waren wir in Mannschaftsstärke vertreten. Das war sehr nett!

Die heiße Phase der Woche startete im ICC zu Berlin mit dem digital Think Tank im Rahmen des Internationalen Medienkongress. Ein schöner Auftrakt, leider waren in diesem Jahr nicht so viele Besucher da wie im letzten Jahr. Aber immerhin konnten wir den Launch des Summit of newthinking verkünden den wir im November veranstalten werden!

Im ICC finden sich ja immer wieder tolle Fundstücke denn diese Location wirkt immer etwas wie aus der Zeit gefallen! Hier ist der Beweis dafür:

Es war der 04.09.12 …

Richtig früh ginge es dann raus am Mittwoch zum ersten Frismakers Festival in Deutschland. Ein Bericht zu Festival und auch alle Videos kommen in der nächsten Woche auf der newthinking Seite. Spannend ist zu erwähnen, dass die Kooperation mit AJ von Frismakers dadurch entstanden ist, dass ich ihn im letzten Jahr auf der PicNic in Amsterdam bei einem Matchmaking Event kennengelernt habe.

Wir wurden dort gefragt ob wir neue Leute kennenlernen wollten und das wollten wir natürlich! Aus dieser Aktion mit den Bauarbeiterhelmen ist unsere Kooperation gestartet und schon (räusper) eine Jahr später Stand unser erstes gemeinsames Event in Deutschland. Über 20 Präsentationen und tolle Gespräche können wir vermelden! Ein Erfolg!

Lustig ging der Abend dann für mich bei der mexikanischen Botschaft weiter, die dort eine Ausstellung eröffnet hat. Ich konnte dort ein kurzes Gespräch zwischen dem Botschafter Francisco N. González Díaz und Roman Weishäupl vermitteln, der sein Start up twyxt zu großen Teilen in Mexiko entwickelt hat.

Von dort aus ging es zur Stallwache des Wahlkreis wo ungefähr so viel los war wie auf ihrem Twitteraccount. Auch von der Eröffnung der Berlin Music Week im Tempodrom kann ich leider nix gutes Berichten. Es war zwar sehr voll aber die Stimmung war mies und jeder mit dem man gesprochen hat fand das auch so. Einzig der Taxifahrer zurück nach Hause fands gut, denn die Konzerte wurden live im Radio gespielt. Fazit: als Musikalische Eröffnung wohl gut, als Meeting Event schlecht.

Ein super Erfolg war dann auch die a2n_Werkstatt des all2gethernow e. V.. Tolle Stimmung in der noisy Musicworld an der Warschauerstraße. Dort haben wir dann auch unsere newthinking netzwerk lounge durchgeführt. Das war sehr nett. Ein kurzer Abstecher zum Fluxbau brachte dann noch ernüchternd schlechte Musik aber Gespräche mit netten Leuten. Also quasi eine Pattsituation!

Eigentlich hatten wir uns für unsere newthinking Bootstour am Freitag sehr viel besseres Wetter gewünscht, aber die Tour war trotzdem nett und wir werten das mal als Betatest für weitere größere Events dieser Art. Vielen Dank an Marko unseren Kapitän und sein Team rund um Steffen Böttcher von Brandung3 die uns mit ihren Meer Seen Booten ausgerüstet haben. Spitze & vielen Dank für das Regenboot!

Einen Kantersiegkonnte dann noch TeBe gegen Blau Weiss 90 im Berliner Pilsener Pokal einfahren. Mit 7:1 wurde das Match gewonnen und wir sind eine Runde weiter! Auch hier waren dei Gespräche mit Besuchern über zukünftige Projekte von und für TeBe total super und aussichtsreich! Auch der Tagesspiegel hat diesem Ereignis einen Artikel gewidmet unter dem Titel: TeBe – Blau Weiss 7:1 Tischfeuerwerk der Westalgie

Nach diese Wasserschlacht ging es ab zu All You Can Meet ins Prince Charles. Die Woche endete dann auf einer Party in Moabit die mir vom Veranstalter schon im Vorfeld mit dem Satz angekündigt wurde: „What happens in Vegas stays in Vegas“. So möchte ich das dann auch einfach stehen lassen.

 

Netzaktivismus: „Warum hackt ein Hacker? – Weil er es kann.“

Über das Verhältnis von politisch aktiven Technikern und Technik nutzenden Aktivisten gibt es nicht viele Ausarbeitungen. Andreas Gebhard versucht in diesem Kommentar das Thema abzustecken und wagt einen Ausblick in die Zukunft. [Erschienen ist dieser Artikel im Märu 2011 im t3n Magazin Printausgabe und im November 2011 auch Online]

Netzaktivismus und öffentliche Einflussnahme auf das Internet finden sich regelmäßig in den Mainstream-Medien wieder. Experten streiten darin über die direkten oder indirekten Effekte der Digitalisierung auf das politische Leben. Die „Guttenberg-Generation“ mit dem Bundesverteidigungsminister als Gallionsfigur jubelt: „Twitterrevolution abgesagt, das Netz hat kaum Einfluss auf politische Prozesse“. Aber stimmt das? WikiLeaks beispielsweise ist derzeit eines der größten Themen in der internationalen Politik. Selten zuvor haben einige wenige Personen aus dem Hackeruniversum so stark die Medien bestimmt. Nur: Gibt es „den“ Hacker überhaupt?

Kampf um Freiheiten

„Warum hackt ein Hacker? – Weil er es kann.“ Mit diesem Kalauer sieht sich jeder früher oder später konfrontiert, der sich näher mit der „Macht der Hacker“ auseinandersetzt. So salopp und einfach das klingen mag, gibt es mehr Aufschluss über die Kultur, die Beweggründe für digitalen Aktivismus oder das Web, als es zunächst den Anschein hat.

Kern jeder netzpolitischen Auseinandersetzung der letzten Jahre und Jahrzehnte ist der Kampf um Freiheiten: Freiheit des Ausdrucks, Freiheit der Anwendung von Können sowie die Kultur des freien Umgangs mit Wissen und Inhalten. Diese Diskussionen haben ihren Ursprung in dem menschlichen Grundbedürfnis, jederzeit die Kontrolle über die Maschinen zu bewahren und sind tief in der Hacker-Ethik verankert. Sie sind somit ähnlich konstitutiv für diese Szene wie die Ökologie für die Grünen.

Politische Prozesse und Entscheidungen beeinflussen von jeher die gesellschaftliche Agenda und somit auch die der technologischen Eliten. Aber auch das Private, also die persönliche Einmischung, ist schon immer politisch.

Open Source ist längst Mainstream

Durch die explosionsartige Verbreitung von günstiger technischer Ausstattung ist ein Punkt erreicht, der eine gesamte Generation in die Lage versetzen könnte, direkten Einfluss auf technische Innovationen zu nehmen. Doch hat sich die Lage in den letzten Jahren dramatisch geändert. Die permanente Open-Source-Revolution ist längst Bestandteil des Mainstream-Innovationsprozesses. Sie hat zwar selbst diese wirtschaftliche Aneignung umwerfend gut überlebt, doch sehen sich die Protagonisten einem Gegner gegenüber, der mit den eigenen Mitteln zu kämpfen weiß.

Ganz gut lässt sich die Demarkationslinie vielleicht zwischen „finanzschwachen Nerds mit guten Ideen“ und „finanzstarken Nerds, die sich alles herausnehmen können“ ziehen. Die Erstgenannten kämpfen mit den unterschiedlichsten Mitteln gegen Zensur, für Netzneutralität oder an der Seite des Time-Magazine-Coverboy Julian Assange für WikiLeaks. Die anderen, die die Seite gewechselt haben, arbeiten für die großen Medienhäuser und Unternehmen der IT-Brachen und haben ihr Wissen und ihre Macht somit „der anderen Seite“ zur Verfügung gestellt. Ein gutes aktuelles Beispiel ist hier die Gegenüberstellung der Macher von WikiLeaks und Facebook.

Open-Source-Bewegung, die dritte

Die Geschichte der Open-Source-Bewegung lässt sich wiederum ganz grob in drei Generationen einteilen. Die erste, mit Freier Software und Vorgängermodellen aufgewachsene Generation, die die grundlegende Aneignung der technischen Ressourcen vorantrieb (in etwa bis zur Einführung von Linux). Eine zweite Generation, die mit Begriffen wie Open Source arbeitend dem kommerziellen Erfolg offener Ansätze zum Durchbruch verholfen hat (in etwa bis zur Einführung von Android). Sowie einer dritten, irgendwann rund um 1990 geborenen Generation von technik-affinen Menschen, die in den letzten Jahren die Welt der Cloud und des „Echtzeitnetzes“ übernommen hat.

Somit kommen drei Entwicklungen zusammen, die bei der Betrachtung des aktuellen Netzaktivismus berücksichtigt werden müssen: die allgegenwärtige Verfügbarkeit von Technik und Internetzugang, die Spaltung der Szene in „gut & böse“ und der aufkommende Generationenkonflikt in der Szene.

Die klassische Aufteilung in Hacker und Nicht-Hacker funktioniert nicht mehr, wenn die klassische Technikwelt allen durch Angebote zur Verfügung steht. Das gilt natürlich in erster Linie für den freien Austausch von Information, aber auch in Ansätzen schon heute für politische Intervention à la „Operation Payback“, bei der Hacker all jene Unternehmen ins Visier nahmen, die WikiLeaks die Unterstützung entzogen hatten.

Die „Neo-Nerd-Gesellschaft“

Doch ist die Kluft zwischen den politisch Handelnden und der „Neo-Nerd-Gesellschaft“ noch sehr groß. Dass das Problem einer potenziell mächtigen Generation in der Findungsphase durch die aktuelle Politikerriege erkannt ist, zeigen die unzähligen runden Tische und Enquete-Kommissionen, in denen die „Netz-Community“ in politische Prozesse eingebunden werden soll – Ausgang unbekannt. Man kann aber davon ausgehen, dass weder der Kampf gegen Zensur noch für Netzneutralität und Meinungsfreiheit in diesen Runden gewonnen wird.

In Deutschland hat die Debatte unfreiwillig komische Züge. Ironischerweise haben wir es hier mit einer zweifachen Generation Gut(t)enberg zu tun. Auf der einen Seite die smarten Pragmatiker wie Philipp Rösler oder Karl-Theodor zu Guttenberg, die mit viel Verve die Politiklandschaft aufrollen. Auf der anderen Seite die Verleger als Nachfahren des Druckerpresse-Erfinders Johannes Gutenberg. Beide haben einen konservativen Mainstream geformt mit ihrem Geld, den Beziehungen und Denkschablonen – natürlich auf ihre individuelle Weise. Doch stehen sie beide den Freiheiten und der Macht des „Machen könnens“ diametral entgegen.

Manche haben in den letzten Jahren versucht, die politische Landkarte durch die Unterstützung der Piratenpartei zu verändern. Möglich, dass das Aufkommen dieses Phänomens zu einem ersten Aufhorchen im etablierten Politikbetrieb geführt hat. Kritisch betrachtet könnte man diese Entwicklung aber auch als letztes Aufbäumen einer Hackerkultur interpretieren, die in ihrer Homogenität schon nicht mehr den gesellschaftlichen Realitäten entsprach.

Die klassische erste und zweite Open-Source-Generation muss begreifen, dass die millionenfache Nutzung von offenen Technologien dazu geführt hat, dass die Netzwelt weniger monopolistisch ist als vielfach befürchtet. Der Dreiklang „Erkennen, Vernetzen, Handeln“ sollte um einen Wissens- und Wertschätzungskanon gegenüber anderen digitalen Biographien ergänzt werden. Nur so immunisiert man sich gegenüber aktuellen Herausforderungen und steht nicht auf einmal auf einer Seite mit Häuserverpixlern und Facebookbashern, sondern kann sowohl intellektuelle als auch technologische Alternativen bieten.

Für eine neue Kollaborationskultur

Wenn es also in der Zukunft gelingen könnte, Akteure unterschiedlicher digitaler Lebensaspekte unter einem Dach zu vereinen und das über Generationen hinweg, entstünde eine neue Form der Emanzipation des Einzelnen, die weit über vergangene Vereins-, Gruppen- oder Parteistrukturen hinaus gesellschaftliche Relevanz und Strahlkraft erzielen könnte.

Die Auseinandersetzung über die Kontrolle des Netzes und der technischen Infrastrukturen hat erst begonnen und die Chancen stehen gut, mit einer bedingungslosen Kultur der Offenheit auch in 20 Jahren noch sagen zu können: Offen ist gut, frei ist besser.

(Lizenz: CC-BY)

21.03.2003 (taz Sonderbeilage): Eine bedingungslose Kultur der Offenheit

Das Betriebssystem Linux erfährt eine rasante Entwicklung. Inzwischen arbeiten weltweit Millionen von Nutzern damit. Der entscheidende Vorteil von Linux ist, dass es frei und kostenlos verteilt, eingesetzt und erweitert werden kann Linux wurde 1991 von dem damals 21-jährigen Finnen Linus Torvalds entwickelt, der seinerzeit den für ein Betriebssystem elementaren Bestandteil, den so genannten Kernel fand. Seitdem wird das System von einer Vielzahl von Programmierern aus aller Welt weiterentwickelt. Linux wurde von Anfang an unter die GPL, die „General Public License“ gestellt. Diese Lizenz garantiert jedem den kostenlosen Zugang zum Quellcode des Linux-Betriebssystems. Linux ist also eine freie Software.
Nach der Definition von Richard M. Stallman, dem Präsidenten der „Free Software Foundation“, kann dann von freier Software gesprochen werden, wenn sie den Prinzipien der folgenden vier Freiheiten entspricht: 1. Die Freiheit, ein Programm für jeden Zweck einsetzen zu dürfen; 2. die Freiheit, zu untersuchen, wie ein Programm funktioniert, und es den eigenen Bedürfnissen anzupassen; 3. die Freiheit, Kopien für andere zu machen; 4. die Freiheit, das Programm zu verbessern und diese Verbesserungen zum allgemeinen Wohl zugänglich zu machen.
Linux kann also frei und kostenlos verteilt, eingesetzt und erweitert werden. Entwickler haben so Einblick in sämtliche Quellcodes und können dadurch sehr einfach neue Funktionen einbauen und Programmierfehler beseitigen. Auch Treiber für neue Hardware können dadurch sehr schnell integriert werden. Im Gegensatz dazu beruht der Geschäftserfolg der Firma Microsoft auf einem Paradigmenwechsel, den Bill Gates als Software-Produzent Mitte der Siebzigerjahre einleitete.
Seine Leistung als Unternehmer bestand darin, aus Software ein kommerzielles Produkt zu machen. Andererseits gäbe es das Unternehmen Microsoft in seiner heutigen Form wahrscheinlich gar nicht, wenn es bei seiner Gründung nicht auf Open-Source-Programme hätte zurückgreifen können. Microsoft liefert seine Produkte grundsätzlich nur als Binär-Code aus, der ausschließlich für den Computer lesbar ist. Aus den tausenden Einsen und Nullen zu rekonstruieren, wie das Programm funktioniert, dazu sind Programmierer nicht in der Lage. Ohne Quellcode gibt es aber auch keine Veränderung.
Eine Kultur der Geschlossenheit steht also einer Kultur der Offenheit in der freien Software gegenüber. Die riesigen Gewinne von Microsoft beruhen allein auf dem Kunstgriff, frei verbreitete Software zu einem handelbaren Produkt gemacht zu haben. Die meisten Computerbenutzer wissen heute gar nicht mehr, dass der größte Teil der Computerprogramme jahrzehntelang gratis war und dass es heute wieder solch eine Alternative gibt. Doch das ändert sich nun allmählich.
In Fachkreisen ist Linux schon lange ein Thema. Fast ein Dritttel aller weltweit benutzten Server laufen schon mit Linux als Betriebssystem. Das Marktforschungsinstitut Gartner Dataquest hat für das vierte Quartal 2002 über 80 Prozent mehr Umsatz mit Linux-Servern in den USA als im Jahr zuvor ermittelt, während der Gesamtumsatz mit Servern im gleichen Zeitraum nur um fünf Prozent stieg.
Doch auch für private Nutzer wird Linux zusehends attraktiv. „Wir haben Programme für 80 Prozent aller Computerbenutzer – Office Suiten, Präsentationsprogramme, Bildbearbeitung, Webbrowser. Linux auf dem Desktop ist unvermeidlich“, so Linux-Vater Torvalds auf der Internetseite des Desktop Linux Consortiums. Um Linux auf die Desktops zu bringen, haben sich einige Linux-Distributoren und Firmen in diesem Interessenverbund zusammengeschlossen.

Das gemeinsame Ziel des Desktop Linux Consortium ist es, die Verbraucher über das alternative Betriebssystem aufzuklären, damit es sich weiterverbreitet. Aber auch die Spielegemeinde, lange Jahre das Stiefkind der Linuxszene, wird immer mehr zum Ziel der freien Entwickler. Die WineX Software der Firma Transgaming Technologies bietet die Möglichkeit, fast alle Spiele für Microsoft auch auf Linux zu benutzen. Ein weiteres Argument für Linux auf dem Desktop. Der Zuspruch von privaten wie auch geschäftlichen Anwendern zu Linux steigt dementsprechend. Vor einem Monat packte das Computermagazin C’t ihrer Ausgabe eine von der Firma Knopper.net gelieferte Linuxversion namens Knoppix als bootfähige CD bei.

Die Resonanz erstaunte die Fachleute und veranlasste das Magazin, die Anleitung nachzuliefern, wie man die Test-CD zum vollwertigen Betriebssystem ausbauen kann. Der Spiegel kam derweil zu dem Schluss: „Die Zeiten, als Linux ,nur‘ ein System für Freaks war, sind längst vorbei – und immer mehr User, die sich versuchsweise darauf einlassen, stellen das voll Überraschung fest.“
Ein großes Projekt im Bereich Open-Source-Systeme hat in Deutschland unlängst die NorCom Information Technology AG erfolgreich abgeschlossen: Die Firma stellte die Netzwerk-Architektur der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau auf den SuSE Linux Openexchange Server 4 um. Nun beginnt die sukzessive Anbindung von rund 200 Außenstellen. Im Laufe des Jahres sollen so rund 5.000 User den Linux-Server nutzen.
ANDREAS GEBHARD