Kein normales Spiel

Ich hätte nicht gedacht, dass ich zu der peinlichen 4:1 Niederlage von TeBe am vergangenen Mittwoch bei Hürtürkel noch ein Posting machen würde, aber die allgemeine Berichterstattung über die Partie ist doch zu spannend.

 

Auf turus.net war schon gleich einen Tag später ein Artikel von Jörg Pochert erschienen, der die Situation gut zusammengefasst hat: „Kein Zehner für nen Steher: Sechstliga-Fußball muss bezahlbar sein!„. Kaum zu glaube, dass eine eher nebensächliche Frechheit so hohe Wellen schlägt. Das hat wohl mit der Uneinsichtigkeit der Verantwortlichen bei Hürtürkel zu tun, denn was Hürtürkels 1. Vorsitzender Selami Erbay auf Fussball.de dazu sagt ist schon abenteuerlich:

„Wir haben im Hinspiel bei TeBe acht Euro gezahlt und wollten zeigen, dass wir das auch können.“ Von TeBe-Seite wird jedoch darauf hingewiesen, dass eine Karte sieben Euro kostet, inklusive überdachter Sitzplatz-Tribüne.

In einer kurzen verbalen Auseinandersetzung mit ihm sprach er mir gegenüber noch, extrem aufgebracht, von 10,- EUR die er hätte bezahlen müssen bei uns. Eigentlich ging es wohl eher darum, dass einige Hürtürkel verantwortliche beim Hinspiel bei uns überhaupt Eintritt zahlen mussten. Das hat sie wohl nachhaltig verärgert.

Insgesamt kann man aber von einem ruhigen Abend sprechen, wenn man bedenkt was sich noch vor einiger Zeit dort bei Hürtürkel abgespielt hat: „Du stinkst schon wie ein Jude“. Deshalb war auch mit einem hohen Polizeiaufgebot zu rechnen.

Wenn man dem Präsidiumsmitglied des Berlin Fussball-Verbands Mehmet Matur glaubt, hat der Verein im vergangenen Jahr seine Hausaufgaben gemacht.

„Der Verein hat eine gute Reaktion gezeigt, mit der Polizei kooperiert, Spieler und Trainer zu Anti-Gewalt-Kursen geschickt.“

Somit ist also die Aktion mit dem „Topzuschlag“ für das Spiel ein klassisches Eigentor für Hürtürkel.

Für mich war es trotz allem ein netter Abend, denn Musu, der Besitzer meines Stammkiosks direkt neben unserem Büro, war auch vor Ort und wir haben die zweite Halbzeit für ein nettes Gespräch genutzt. Das war auch das einzigste Gute an dieser zweiten Halbzeit.

Hoffentlich fängt sich unsere Mannschaft an diesem Wochenende wieder, denn es geht gegen Eintracht Mahlsdorf darum, den Anschluss nach oben in der Tabelle nicht ganz zu verlieren.

Der Ball ist politisch.

Ein wahnsinnig abgefahrener Tag (und nicht nur rund um Fussball) liegt hinter mir. Meetings, Telkos, Kundengespräche, Angebotserstellung, Erfolge, Pitchniederlagen – da war alles dabei. Hier soll es aber nur um Fussball gehen. Denn dieser 21. Februar 20. Februar hatte es in sich. Highlight war die Kunde von der Verleihung des Preises „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ für die Kampagne gegen Homophobie im Fussball, eine Initative der aktiven Fans von Tennis Borussia Berlin und anderen, u. a. des LSVD. Ein wirklich einfach toller Erfolg für die vielen Aktiven in dieser Kampagne. Mein Dank gilt ihnen! Denn wie wichtig dieser Kampf gegen Vorurteile und reaktionäre Strukturen ist, zeigt der Zeitgeist. Wenn Robbie Rogers nach seinem Outing in der vergangenen Woche sowas bloggen muss:

„In den letzten 25 Jahren habe ich Angst gehabt: Angst, zu zeigen, wer ich wirklich bin. Angst, dass mein Geheimnis meinen Träumen im Wege stehen könnte“

Doch diese Strukturen sind nicht nur unterschwellig zu spüren, sondern handfeste Realität in der Gesellschaft und den Stadion der Welt. Auch in Berlin finden sich härteste Zirkel der gewaltbereiten Ausgrenzung und es werden keine nachhaltigen Mittel dagegen gefunden. Schon am Sonntag Dieses Frühjahr geht es für Tennis Borussia Berlin nach Rudow und der eine oder die andere wird sich noch an die letzten Aufenthalte dort mit schrecken erinnern.

Deshalb ist es nicht nur heute, an diesem Wochenende, hier, überall und immer wichtig sich gegen diese Tendenzen zu wehren und Flagge zu zeigen. Gegen Homophobie, Rassismus, Anitsemitismus und alle Formen der Intoleranz. Als TeBelerInnen tuen wir das häufig. Nicht nur mit der Unterstützung der vielleicht einzigsten aktiven antifaschistischen Fankultur in Weissrussland, den Fans von Partizan Minsk, die bei ihrer Tour durch Deutschland im März von vielen Fangruppen und Vereinen unterstützt wird. Leider muss regelmäßig an diesen Themen gearbeitet werden.

Da kommt es natürlich grade recht, wenn man, nach getaner Arbeit in einem Stammkiosk erfährt, dass der Bruder des Verkäufers mal bei TeBe gespielt hat und der Kunde hinter mir sagt, er sei auch Tennis Borussia Fan gewesen, aber 6. Liga tue er sich nicht an. Sowas bestärkt einen in der Arbeit an der flächendeckenden Verbereitung der TeBe Fankultur in Berlin und anderswo. Und das kann man dann auch auch mal feiern. Spätestens zur 111 Jahre TeBe-Gala im Lovelite am 6. April 2013 mit tollen Bands:

Saisonauftakt bei bestem Schneetreiben

Heute soll es also los gehen! Zu meiner Überraschung hat das Sportamt das Mommsenstadion für die Partie zwischen Tennis Borussia Berlin und dem 1. FC Wilmersdorf heute Abend um 19.30 Uhr freigegeben. Mit einem Sieg können wir an einigen Konkurrenten vorbeiziehen und unsere Ambitionen nach oben unter Beweis stellen. Ich freue mich auf Begleitung: wer kommt mit?

TeBe: 111×111 Aufmacher in der FuWo!

Auf der „Startseite“ der Berichterstattung über die Berlin Liga hat heute die Fussball-Woche (Print) über unsere am Freitag beim TeBe-Spiel gegen Türkiyemspor gestartete Aktion 111×111 berichtet. Unter der Überschrift 111x111x12 = 147.852 heißt es im ersten Satz:

Tolle Idee im und ums Mommsenstadion. 111 Jahre alt wird Tennis Borussia im nächsten April. Jetzt sucht der Verein 111 Freunde und Gönner, die monatlich 111 Euro zahlen – das ein Jahr lang, macht summa summarum 147.852.

Die Einleitung zum Spieltagsbericht „Die Lage“ von Bernd Karkossa endet mit dem Vorschlag, dass man doch besser 1111 Leute finden sollte die 11 Euro zahlen um dann aber doch festzustellen:

…, woher nehmen wir die 1111? TeBe, such!

Gutes Feedback also zu unserer Aktion. Der Auftakt ist gemacht in eine schuldenfreie Zukunft von Tennis Borussia Berlin. Macht also alle mit!

Ich hätte die Fussball-Woche wirklich gerne verlinkt, aber die Webseite ist nur eine Werbeschleuder. Das geht so nicht. Na gut, den Artikel verlinke ich mal!

Ich hatte die Aktion am vergangenen Freitag vorgestellt. Bis jetzt haben schon einige Freunde und Förderer zugesagt den Verein bei der nachhaltigen Finanzplanung zu unterstützen. Das freut mich sehr!

Foto von: clastronautin

(In der gleichen Ausgabe auf Seite 3 unter der Überschrift „Herthas Schuldenberg wächst auf 41 Mio. Euro“ heißt es weiter: „Bei Hertha ist der Schuldenberg innerhalb eines Jahres offenbar um über sechs Millionen Euro angestiegen“.)

Start wearing purple! Tennis Borussia vs. Türkiyemspor Berlin

Am kommenden Freitag, den 23.11.2012 kommt es um 19.30 Uhr im Mommsenstadion zum Aufeinandertreffen der ehemaligen Regionalligarivalen Tennis Borussia & Türkiyemspor. Beim letzten Aufeinandertreffen vor drei Jahren konnte sich TeBe im Hin- und Rückspiel durchsetzen. Die aktuelle Partie könnte sehr knapp werden, denn beide Mannschaften haben in der Berlin-Liga zzt. 22 Punkte und sind nur durch die für TeBe bessere Tordifferenz getrennt.

Es wird wieder einen Lila Salon geben und ich freue mich auf nette Begleitung!

TeBe Barcamp 3.1

Galerie

Diese Galerie enthält 18 Fotos.

Heute haben wir von Tennis Borussia Berlin die Fortsetzung unseres dritten Barcamps gemacht. In dem Kreativspace von newthinking haben wir unsere Diskussionen zum Thema Außendarstellung des Vereins vertieft. Dabei haben wir spannende Ideen entwickelt. U. a. wollen wir in den … Weiterlesen

Ende der Schonzeit: 100 Tage im TeBe-Vorstand

Kinder wie die Zeit vergeht. Nun sind mehr als 100 Tage vergangen, seit ich Anfang August 2012 in den Vorstand von Tennis Borussia Berlin berufen wurde. Um eine Übersicht meiner Arbeit zu geben, schreibe ich dieses Posting und weiß aber, dass ich sicher einige Dinge vergessen werde – Ergänzungen und Fragen gern als Kommentar.

Kurz vor meiner Berufung in den Vorstand Ende Juli 2012 im Lila Salon im Rahmen der Saisoneröffnung mit Roland Weissbarth (2. Vorsitzender) und Andreas Voigt (1. Vorsitzender)

Sportliche Leistung

Sportlich ist die erste Mannschaft gut in die Saison gestartet und steht aktuell auf einem gesicherten Platz im Mittelfeld der Tabelle. Es sind nur wenige Punkte bis ganz an die Spitze und diese Punkte wurden leider in den letzten drei Spielen liegen gelassen. Mit mageren zwei Punkte aus diesen Partien haben wir den Sprung nach ganz oben verpasst. Auch die Leistungen, die wir gesehen haben waren nicht mehr so gut wie zwischenzeitlich. Die Saison ist aber noch lang (Pfrasenschwein) und jede Mannschaft kann die andere in dieser Liga schlagen. Völlig überraschend ist mit dem BSV Hürtürkel Berlin ein Aufsteiger an der Tabellenspitze, den wir am ersten Spieltag noch 2:1 besiegen konnten. Unsere beste Platzierung war der 2. und der schlechteste Platz 12. Mit etwas mehr Kontinuität können wir sicher oben noch mitspielen.

Arbeitsstrukturen

Schon nach einigen Wochen wurde mir sehr deutlich, was für eine schwierige Personalsituation wir im Vorstand von TeBe haben, denn ein Mitglied des Gremiums musste sein Amt aus persönlichen Gründen ruhen lassen und ein weiteres Mitglied musste seine Mitarbeit aus gesundheitlichen Gründen stark zurückfahren. Das führte dazu, dass wir an einigen Stellen sehr weit zurückgeworfen wurden, was zum Beispiel die Durchführung der aktuell anstehenden Mitgliederversammlung angeht. Diese wird nun am 12. Dezember 2012 im Casino des Mommsenstadions ab 18.00 Uhr durchgeführt. Die Einladungsschreiben an die über 500 Mitglieder gehen in den nächsten Tagen raus. Die Personaldecke ist also weiter dünn. Deshalb ist es um so wichtiger, dass die aktiven Fans, die den Verein schon in den letzten Jahren aufopferungsvoll unterstützt haben, noch weiter und noch mehr in die Arbeit des Vereins eingebunden werden. Hier gibt es viele positive Beispiele aus den letzten Wochen ohne die meine Arbeit sicher deutlich frustrierender gewesen wäre: So hat sich eine kleine Gruppe zum Thema Finanzen gebildet, die Richie Weissbarth in der Geschäftsstelle und mich unterstützen oder die AG Sponsoring rund um Steffen Lembke von der wir in den kommenden Wochen hoffentlich noch viel Positives hören werden.

Um diese kollaborative Arbeit auch technisch zu unterstützen, nutzen wir seit einigen Wochen die Arbeitsplattform Kolabor, mit der wir unsere Tätigkeiten koordinieren und dokumentieren. Ich denke, auch das war ein wichtiger und richtiger Schritt zur besseren Strukturierung der Arbeit. Mit den Vorstandkollegen treffe ich mich meist Montags in der Geschäftsstelle und auf den Treffen stehen immer viele Entscheidungen und Planungen an. Manchmal machen wir auch Telefonkonferenzen was es bisher bei Tennis Borussia nicht gab.

Finanzielle Spielräume schaffen

Als eine meiner dringlichsten Aufgaben sah und sehe ich den Aufbau einer mittelfristigen Finanzplanung an und das wird noch einige Wochen und Monate in Anspruch nehmen. Zur Erinnerung: der Verein ist Ende März 2012 aus der Insolvenz gekommen und startet ab da bei 0. Das heißt aber auch, dass wir durch den finanziellen Bankrott im Jahr 2010 sehr viel Porzellan zerschlagen haben. Wir brauchen einen langen Atem, um verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen und neue Partner und Sponsoren zu gewinnen. Wir warten leider weiter auf einen Brustsponsor und würden natürlich gern auch weitere kleinere Partner gewinnen. Für newthinking gehen wir hier schon mal einen kleinen Schritt mit und werden bei einem der nächsten Heimspiele eine eigene Bande von TeBe kaufen. Jede und jeder Unternehmer sollte sich auch fragen, ob er TeBe und die tolle Arbeit des Vereins und seiner Fans nicht auch unterstützen kann und mag. Hier ein Zitat aus der aktuellen Jungle World (mit der wir nun auch eine Anzeigenpartnerschaft haben):

Tennis Borussia Berlin

Verein: Den Nazis war TeBe ein Dorn im Auge, nicht zuletzt, weil Juden seinerzeit rund ein Drittel der Mitglieder stellten. Diese verließen den Verein nach der nationalsozialistischen Machtübernahme. In den fünfziger Jahren war TeBe vorübergehend der erfolgreichste Berliner Fußballclub, in den siebziger Jahren sogar zwei Jahre lang Bundesligist. Mit dem Showmaster Hans Rosenthal und dem Schlagerproduzenten Jack White hatte der Verein in den Jahren 1965 bis 1973 und 1992 bis 1997 jüdische Präsidenten – eine absolute Seltenheit im deutschen Nachkriegsfußball. Nach diversen Abstiegen ist der Club inzwischen nur noch sechstklassig, verfügt aber über eine sehr aktive linke Fanszene.

Fans: Vorbildliches Engagement gegen Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Schwulenfeindlichkeit. Banner mit Parolen wie »Kein Mensch ist illegal« oder »Keinen Fußballbreit dem Rassismus« sowie Israel-Flaggen gehören bei jedem Spiel zum Standardrepertoire, weshalb sich der lila-weiße Anhang regelmäßig Anfeindungen von rechten Zuschauern anderer Vereine gegenübersieht. Die von TeBe-Fans initiierte Aktion »Fußballfans gegen Homophobie« wird vom Verein mittlerweile offiziell unterstützt. Mitte Oktober wurde im Rahmen eines Heimspiels im Mommsen-Stadion sogar eine Werbebande mit dem entsprechenden Slogan und zwei sich küssenden Fußballern eingeweiht. Dazu gab es noch eine kleine Choreographie der »Zero Ultras«, die ein Transparent zeigten: »Wie kann man nur hassen, dass Menschen sich lieben?«

Die »Jungle World«-Maskottchen-Empfehlung: Theodor W. Adorno

 

Noch ist die finanzielle Situation des Vereins sehr prekär. Wir können den laufenden Ausgaben nicht in gleicher Weise planbare Einnahmen entgegensetzen. Deshalb hat der Vorstand auf meinen Vorschlag hin eine neue Aktion gestartet, die dieser Tage beginnt:

111×111

Wir benötigen mehr regelmäßige Einnahmen und deshalb wollen wir die Mitglieder und Unterstützer des Vereins um Mithilfe bitten. Anlass für diese neuerliche Spendenaktion ist unser 111. Geburtstag im kommenden April. Bis dahin wollen wir 111 Unterstützer gewinnen, die den Verein monatlich mit 111,- Euro fördern. Sollte diese Maßnahme von Erfolg gekrönt sein, werden wir in der Zukunft ein finanzielles Polster geschaffen haben, mit dem wir in ruhigem Fahrwasser unterwegs sein können und auch den Blick weiter nach oben richten werden. Nicht nur in der Berlin Liga. Dafür ist jede Menge Überzeugungsarbeit notwendig. Auf der Mitgliederversammlung wollen wir möglichst schon einige Förderer vorstellen. Als erste haben Andreas Voigt und ich das Anmeldeformular ausgefüllt. Wir freuen uns über jede weitere Unterstützung. Mit der Einladung zur Mitgliederversammlung gehen die notwendigen Informationen auch allen Mitgliedern zu.

Noch einige Worte zur überstandenen Insolvenz. Seit dem wir als Verein wieder das Heft des Handelns in der Hand haben, hat sich gezeigt, dass wir auch jetzt noch an den Jahren der Insolvenz zu knabbern haben. Vor kurzen haben wir einen Termin mit unserem neuen Steuerbüro gemacht, welches mit uns zusammen nun nachträglich alte Jahresabschlüsse fertigstellen wird (die der Insolvenzverwalter nicht gemacht hat …), um insgesamt wieder 100% handlungsfähig zu werden.

Mal wieder ein Barcamp

Auch ein Barcamp gab es schon während meiner Amtszeit. Am 27. Oktober 2012 haben wir uns mit knapp 25 aktiven Mitglieder und Fans sowie dem Kreativkollektiv What would Harry do? in der Geschäftsstelle im Mommsenstadion getroffen, um an den Themen Außendarstellung, Finanzen und der Weiterentwicklung der Geschäftsstelle zu arbeiten. Schon am kommenden Samstag wird sich das Team zum Thema Außendarstellung wieder treffen, um an unserem Mission Statement weiter zu arbeiten. Einen grundsätzlichen Vorstandsbeschluss zur Umgestaltung der Geschäftsstelle gibt es auch schon. Die riesige Fläche in unserer Geschäftsstelle soll für mehr Funktionen nutzbar werden, so soll dort möglichst ab der Rückrunde der Lila Salon als ständige Einrichtung durchgeführt werden. Barcamps gab es ja auch schon zwei vorher!

Engere Verzahnung mit dem Jugendförderverein

Auch mit der erfolgreichen Jugendabteilung des Vereins haben wir uns als Vorstand in den letzten Wochen enger verzahnt. Das in der Vergangenheit nicht immer einfache Verhältnis zwischen dem Kernverein Tennis Borussia Berlin e. V. und dem Jugend Förderverein soll in der Zukunft weiter verbessert werden. Die erfolgreiche Zertifizierung des Jugendleistungszentrums konnte in meinen ersten 100 Tagen verkündet werden. Hier habe ich natürlich nicht mitwirken können, aber auch für die Zukunft steht hier Arbeit für uns an, denn nicht nur die Finanzen des Vereins müssen sich verbessern, auch eine klare Vision für die Zukunft – sowohl im sportlichen als auch im strukturellen – sind die Bedingung für eine bessere Einbindung von Jugendspielern in den Kader der ersten Mannschaft. Sportlich scheint die sechste Liga nicht attraktiv genug zu sein für unsere besten Jugendlichen und das ist auch verständlich darf aber kein Dauerzustand sein.

Mate im Mommsen

Weiterhin bin ich an dem Thema Mate im Mommsen dran. Mit Lothar Krüger, dem Wirt des Casinos im Stadion, bin ich nun so verblieben, dass es demnächst mal einen Test mit Club Mate bei Heimspielen geben soll. Hoffentlich überträgt sich die Mate-Power dann auch auf unsere Spieler.

Zu unserem nächsten Heimspiel gegen Türkiyemspor Berlin am 23.11.2012 planen wir nicht nur wieder einen Lila Salon für unsere Wirtschaftsclub-Mitglieder, sondern es sollen auch viele neue Gesichter im Stadion begrüßt werden. Hierfür werden wir sicher nicht nur unser schickes Postkartenmotiv erneut verwenden,

sondern auch eine Sonderaktion mit dem erfolgreichen Berliner Start-up Gidsy. Mehr dazu in Kürze.

Fazit

Was mir in meiner kurzen Zeit im Vorstand nochmal umso klarer geworden ist: wie viele Leute wirklich für den Verein leben und so viel Zeit und Energie hineinstecken. Dafür gebührt jedem und jeder mein aller herzlichster Dank! Wir in Vorstand & Aufsichtsrat bemühen uns nach Kräften, die an uns gestellten Herausforderungen zu meistern. Dabei brauchen wir auch in der Zukunft eine glückliche Hand und die Unterstützung von noch mehr Partnern und Mitgliedern. Jeder sollte versuchen weitere Besucher oder Supporter für Tennis Borussia Berlin zu gewinnen. Der Verein, die Werte für die er steht, die Spieler, die Jugend und die Aktiven haben es verdient eine noch größere Wertschätzung für ihre Arbeit zu erhalten. Wir bauen weiter an dem Fundament einer lila-weissen Zukunft – gemeinsam. Deshalb meine kurze Mitteilung an alle: Start wearing purple!

Tennis Borussia Berlin gegen Homophobie

Gern kombiniere ich hier die Einladung an Euch zum nächsten Heimspiel von Tennis Borussia Berlin gegen den Berliner SC am kommenden Freitag, 19. Oktober 2012 um 19.30 Uhr mit der Dokumentation der Pressemitteilung des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) zu unserer neuen Werbebande mit der Aufschrift „Fußballfans gegen Homophobie“ im Mommsenstadion.

Ich freue mich über Euren Besuch!

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Tennis Borussia Berlin gegen Homophobie

Staatssekretär Andreas Statzkowski und der Präsident des Berliner Fußball-Verbands Bernd Schultz unterstützen Aktionstag

Das Projekt „Soccer gegen Homophobie“ des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) setzt gemeinsam mit dem Fußballverein Tennis Borussia Berlin ein Zeichen gegen Homophobie. Zum nächsten Heimspiel des Sechstligisten gegen den Berliner SC am 19. Oktober 2012 im Mommsenstadion findet im Rahmen der FARE-Action Week, eine Woche gegen Diskriminierung des Netzwerks Football against racism in Europe, ein Aktionstag gegen Homophobie statt.

Vor dem Spiel werden der Staatssekretär für Inneres und Sport, Andreas Statzkowski, und der Präsident des Berliner Fußball-Verbands, Bernd Schulz, eine Werbebande mit der Aufschrift „Fußballfans gegen Homophobie“ enthüllen. Zukünftig wird die Werbebande mit der besonderen Botschaft alle Heimspiele von TeBe begleiten.

Damit unterstützt der Verein das Engagement der Fans, die letztes Jahr zusammen mit dem LSVD die Kampagne „Fußballfans gegen Homophobie“ initiiert haben. Das lila-farbenden Banner der Kampagne war seit Gründung im letzten Jahr bundesweit in über 30 Stadien sowie bei einigen Stationen in Luxemburg, der Schweiz und Österreich von der 1. und 2. Bundesliga bis zur Freizeitliga zu sehen.

Neben der Enthüllung der Bande organisiert der LSVD gemeinsam mit „Fußballfans gegen Homophobie“ im Vorfeld des Spiels in den Räumlichkeiten des Mommsenstadions ab 18 Uhr einen Vortrag mit dem Journalisten und Sozilogen Jan Tölva zum Thema Homophobie im Fußball.

FARE- Action Day von LSVD und TeBe
Freitag, 19. Oktober, ab 18.00 Uhr
Heimspiel Tennis Borussia Berlin vs. Berliner SC
Mommsenstadion, Waldschulallee 34-42, 14055 Berlin

What happens in Vegas? Eine Woche voller genialer Events

„Das wird harte Arbeit“, soviel war schon mal klar vor der ersten Woche im September 2012. Ein neues Paradigma wollten wir ausprobieren und ein Eventcluster ist dabei rausgekommen und ich möchte festhalten: es ist sehr gelungen! Neben dem Team bei newthinking und den vielen freien MitarbeiterInnen waren in diesem Jahr auch die KollegInnen der a2n aktiv, das Team des Torstraßen Festivals und super viele andere. Aber der Reihe nach:

Am Samstag, den 01. September haben wir wieder die Torstraße beim Torstraßen Festival gerockt! Und wie. Wer nicht da sein konnte sollte sich schwer ärgern denn was da so abging war unbeschreiblich toll. Selten habe ich so viele erfreute und zugleich entspannte Gesicher gesehen bei einem Event das wir gemacht haben (und wir haben schon viele gemacht)! Einen Eindruck findet man hier bei den Kolleginnen von Mit Vergnügen:

Angeblich ist die Vorfreude ja die schönste Freude. Im Falle vom Torstraßen Festival muss man allerdings klar sagen: NÖ. Entschuldigung, aber wie toll war das denn?

Auf unsere spezielle Art haben wir uns dann bedankt:

Für ein überwältigendes Torstraßen Festival 2012 bedanken wir uns…

bei einem fantastischen Publikum
bei 33 faszinierenden Acts
bei 9 sehr besonderen Locations
bei allen Off-Locations
bei Nachbarn und spontanen Mitmachern
bei unseren Stagemanagern und Tonmenschen
bei den Helfern von newthinking
bei unserer PR-Wunderlady Susanne
bei 24/7 Technik-Koordinator Martin
bei allen freiwilligen Helfern
bei allen Partnern und Unterstützern
bei Soundposter-Malte
bei David vom ExBerliner
bei Deidre und Jonas von kaiku studios
bei Matze und Pierre von Mit Vergnügen
bei Ansgar und Claus vom Sankt Oberholz
bei verrückten Kartoffeln und fliegenden Dumplings
und bei den Bewohnern der Torstraße!

Danke!
Andrea, Andreas, Melissa & Norman

Insgesamt konnten wir wohl so 2.000 BesucherInnen zählen und das ist nun wirklich eine konservative Schätzung wenn man alleine das Oberholz in der Torstraßen Festival Rush Hour gesehen hat!!

Das erste Opfer dieser Mammutwoche war dann auch das TeBe Spiel in Staaken welches ich dann am Sonntag sausen ließ. An dieser Stelle mal ein großer Dank an Kevin der mit TeBe On Air dafür gesorgt hat, dass alle die nicht bei einem Spiel dabei sein können trotzdem die zweite Halbzeit im Radion 2.0 mithören können!

Am Montag stand dann nach einer interessanten TeBe Vorstandssitzung und dem einzigsten normalen Bürotag die Medianight auf dem Programm im Kühlhaus. Dort waren wir in Mannschaftsstärke vertreten. Das war sehr nett!

Die heiße Phase der Woche startete im ICC zu Berlin mit dem digital Think Tank im Rahmen des Internationalen Medienkongress. Ein schöner Auftrakt, leider waren in diesem Jahr nicht so viele Besucher da wie im letzten Jahr. Aber immerhin konnten wir den Launch des Summit of newthinking verkünden den wir im November veranstalten werden!

Im ICC finden sich ja immer wieder tolle Fundstücke denn diese Location wirkt immer etwas wie aus der Zeit gefallen! Hier ist der Beweis dafür:

Es war der 04.09.12 …

Richtig früh ginge es dann raus am Mittwoch zum ersten Frismakers Festival in Deutschland. Ein Bericht zu Festival und auch alle Videos kommen in der nächsten Woche auf der newthinking Seite. Spannend ist zu erwähnen, dass die Kooperation mit AJ von Frismakers dadurch entstanden ist, dass ich ihn im letzten Jahr auf der PicNic in Amsterdam bei einem Matchmaking Event kennengelernt habe.

Wir wurden dort gefragt ob wir neue Leute kennenlernen wollten und das wollten wir natürlich! Aus dieser Aktion mit den Bauarbeiterhelmen ist unsere Kooperation gestartet und schon (räusper) eine Jahr später Stand unser erstes gemeinsames Event in Deutschland. Über 20 Präsentationen und tolle Gespräche können wir vermelden! Ein Erfolg!

Lustig ging der Abend dann für mich bei der mexikanischen Botschaft weiter, die dort eine Ausstellung eröffnet hat. Ich konnte dort ein kurzes Gespräch zwischen dem Botschafter Francisco N. González Díaz und Roman Weishäupl vermitteln, der sein Start up twyxt zu großen Teilen in Mexiko entwickelt hat.

Von dort aus ging es zur Stallwache des Wahlkreis wo ungefähr so viel los war wie auf ihrem Twitteraccount. Auch von der Eröffnung der Berlin Music Week im Tempodrom kann ich leider nix gutes Berichten. Es war zwar sehr voll aber die Stimmung war mies und jeder mit dem man gesprochen hat fand das auch so. Einzig der Taxifahrer zurück nach Hause fands gut, denn die Konzerte wurden live im Radio gespielt. Fazit: als Musikalische Eröffnung wohl gut, als Meeting Event schlecht.

Ein super Erfolg war dann auch die a2n_Werkstatt des all2gethernow e. V.. Tolle Stimmung in der noisy Musicworld an der Warschauerstraße. Dort haben wir dann auch unsere newthinking netzwerk lounge durchgeführt. Das war sehr nett. Ein kurzer Abstecher zum Fluxbau brachte dann noch ernüchternd schlechte Musik aber Gespräche mit netten Leuten. Also quasi eine Pattsituation!

Eigentlich hatten wir uns für unsere newthinking Bootstour am Freitag sehr viel besseres Wetter gewünscht, aber die Tour war trotzdem nett und wir werten das mal als Betatest für weitere größere Events dieser Art. Vielen Dank an Marko unseren Kapitän und sein Team rund um Steffen Böttcher von Brandung3 die uns mit ihren Meer Seen Booten ausgerüstet haben. Spitze & vielen Dank für das Regenboot!

Einen Kantersiegkonnte dann noch TeBe gegen Blau Weiss 90 im Berliner Pilsener Pokal einfahren. Mit 7:1 wurde das Match gewonnen und wir sind eine Runde weiter! Auch hier waren dei Gespräche mit Besuchern über zukünftige Projekte von und für TeBe total super und aussichtsreich! Auch der Tagesspiegel hat diesem Ereignis einen Artikel gewidmet unter dem Titel: TeBe – Blau Weiss 7:1 Tischfeuerwerk der Westalgie

Nach diese Wasserschlacht ging es ab zu All You Can Meet ins Prince Charles. Die Woche endete dann auf einer Party in Moabit die mir vom Veranstalter schon im Vorfeld mit dem Satz angekündigt wurde: „What happens in Vegas stays in Vegas“. So möchte ich das dann auch einfach stehen lassen.

 

Der Deutsche Fußball-Bund zertifiziert Nachwuchsleistungszentrum von Tennis Borussia Berlin

Der Berliner Traditionsverein Tennis Borussia hat einen Meilenstein in seiner nunmehr 110-jährigen Geschichte erreicht. Mit der Zertifizierung seines Leistungszentrums bestätigt der DFB die außergewöhnlichen Anstrengungen im Rahmen der Nachwuchsarbeit bei TeBe.

Am Donnerstag weilten TeBe-Vize Roland Weißbarth, Jugend-Vorstand Reinhard Langen und sein Stellvertreter Christoph Hoffmann in Frankfurt a. M. beim Deutschen Fußball- Bund. Anlass war das Post Audit im Rahmen der Überprüfung des Nachwuchsleistungszentrums. Tennis Borussia hatte sich ab August 2011 dem Verfahren gestellt und konnte nunmehr das Ergebnis entgegennehmen.

„Mit Stolz können wir auf die Leistung unseres Jugendbereiches mit seinem Nachwuchsleistungszentrums schauen“, so Weißbarth. „Was hier geschaffen wurde nötigt allen Betrachtern höchsten Respekt ab.“

Als einziger Amateurverein in Deutschland und damit auch als einziger Sechstligist hat TeBe die hohen Hürden für die Zertifizierung seines Leistungszentrums durch den DFB
geschafft. Diese Auszeichnung konnte bisher nur Vereinen der 1./2. Bundesliga, der 3. Liga und einem Verein der Regionalliga zuteil werden.

„Wir wussten, dass es eine ambitionierte Aufgabe war, der wir uns gestellt haben. Alle Beteiligten haben hier an einem Strang gezogen und für uns diesen Meilenstein in der TeBe-Geschichte geschafft.“, freut sich Jugend-Chef Langen.

Mit der Zertifizierung des Nachwuchsleistungszentrums auf der Hans-Rosenthal-Sportanlage nimmt Tennis Borussia Berlin jetzt eine exponierte Stellung im deutschen Amateurfußball ein.

„Wir sind uns sicher, dass dies dem Gesamtverein bei seiner Neuausrichtung einen enormen Impuls verleiht“, äußert sich Roland Weißbarth und Reinhard Langen ergänzt: „ Jetzt muss natürlich auch die sportliche Leistungsfähigkeit der guten Ausbildungsarbeit verstärkt für unseren Verein ausgenutzt werden. Synonym dafür stehen solche Begriffe wie A/B-Junioren-Bundesliga oder höherklassiger Fußball der Männer“.

Projektleiter Christoph Hoffmann sieht mit der erfolgreichen Zertifizierung Anerkennung und Herausforderung zugleich:

„Wir freuen uns, dass der DFB die Anstrengungen der vergangenen Jahre gewürdigt hat und werden bis zur nächsten Überprüfung 2014/15 weiter an der qualitativen Entwicklung arbeiten. Dazu werden wir die Anregungen aufgreifen, entsprechende Projektgruppen bilden und umgehend die Umsetzung in Angriff nehmen. Jetzt gilt es nicht nur im Verein die Ergebnisse auszuwerten, auch die externen Partner sind entsprechend einzubinden.“