Stress und veganes Sandwich

Heute am vergangenen Freitag hatte ich zum großen STRESS 1.0 Abend geladen. Seit einiger Zeit versuchen ich mich an einer neuen Kreation STRESS, ein, wie jemand so schön sagte, „Wodka-Redbull für Erwachsene“. STRESS ist ein Powerdrink der aus folgenden Bestandteilen zusammengesetzt ist:

2 cl Espresso

2 cl Wodka

Champagner

Für die Premiere haben wir Lavazza Espresso, Russian Standard Wodka und Charles Bach Champagner gewählt. Der Espresso wird in einem Cocktailglas über einige Eiswürfel gegossen, Wodka drauf und dann der Champagner.

Zum Abendessen gab es ein spezielles Hausrezept für Sandwiches. Noch aus meiner veganen Phase in den Neunzigern, also nicht die Zutaten sondern das Rezept. Die Zutaten sind:

Toast (kein Buttertoast)

Erdnussbutter

Süßer Senf

Räuchertofu

Zwiebeln

Erdnussbutter auf die eine Toastscheibe Erdnussbutter, auf die andere Seite süßer Senf, Räuchertofu in Scheiben schneiden und belegen, Zwiebeln würfeln und drauf. Eine immer noch sehr tolle Mischung. Das Rezept hatte ich auch im letzten Jahr bei „Durch die Woche mit“ auf FluxFM vorgestellt. Wie ich gehört habe, wurde das auch in diesem Jahr zur re:publica nochmal gesendet … ohne zu fragen ….

Sandwich-O-Töne: @elicee: „Voll Geil!“

STRESS Feedback für 1.1 Version:

„Weniger Kaffee“ & „Eigentlich sehr gut, aber etwas weniger Kaffee“. Konkrete Verbesserungsvorschläge waren ‚Dashes von Kahlua oder Cassis. Außerdem könnte statt Wodka Himbeer- oder Marillengeist verwendet werden.

Insgesamt gingen an diesem Abend sechs Flaschen Champagner und zwei Flaschen Wodka drauf. War eine schöne Party. Danke an alle BesucherInnen! STRESS 1.1 wird sicher lecker!

Burschenschaftler in da house

Gestern hatte ich einen skurilen Termin mit einer Delegation des Österreichische Cartellverband (ÖCV) bei uns im Büro.

Mehrere Dinge habe ich dabei gelernt:

  • Man sollte sich vorher genauer ansehen wen man denn so einlädt bzw. auf welche Gesprächsanfrage man sich einlässt
  • Es macht Spaß, Dinge wie Feminismus, Internationalität, Netzneutralität und Open Source einer von diesen Themen doch eher entfernten Zielgruppe zu kommunizieren
  • Es absolut Sinn macht, was Sascha Lobo sagt, im besten Beckenbauerschen Sinne „Geht’s raus und spielt’s Netzpolitik“

Die Debatte zum Thema re:publica war ganz interessant und das Interesse groß. Schaun wir mal ob auch die aufklärerischen Ansätze von mir sich irgendwie verfangen haben.

My making of re:publica 2013 – #rp13 – Part 1

Die Tage Anfang Mai 2013 werden immer mit einer Erfahrung verknüpft sein: re:publica13! Ich dokumentiere hier für mich den Ablauf meiner on-side Tätigkeiten für das Gelingen der Veranstaltung.

Gestartet ist das Ganze mit meiner ersten AirBnB-Vermietung meiner Wohnung, an Fabrice & seine Familie am Morgen des 02. Mai. Nach einem tollen TeBe-Besuch (trotz Niederlage) mit @sportwade und einem Abstecher auf das Myfest. Genauer gesagt erfolgte am Morgen des 02.05. nur die Wohnungsübergabe an meine vier französischen Gäste. Das lief schon mal gut!

Geprägt war der Tag durch den Auszug des #rp13-Teams aus dem republica GmbH Büro in der Schönhauser Allee in die Produktionsräume in der STATION. Viele warteten schon sehr darauf – jetzt geht es los! Allein die physische Verlagerung versprach schon mal: jetzt sind wir auf der Startrampe!

Eine Erfahrung die ich in den nächsten Tagen noch häufiger machen sollte war der Besuch in der Zentralkasse der Volksbank Berlin direkt gegenüber des Zoologischen Gartens. Meine erste Aufgabe am 03.05. war also, das Wechselgeld für die #rp13 zu besorgen. Wenn man das noch nicht gemacht hat, stellt sich das wirklich bizarre dar. Man kommt in das Gebäude und fährt mit einer Rolltreppe in den ersten Stock. Dort am Empfang wird man freundlich gebeten, mit dem Aufzug in das UG1 zu fahren, also in die Tiefgarage. Dort findet man dann, gut ausgeschildert die Zentralkasse, bei der man dann an einem Telefon anrufen kann. Die freundliche Stimme (aus der Kasse wie man später feststellt) weißt einen darauf hin, dass noch Leute vor einem daran seien, man dann aber bedient würde. Erst zu diesem Zeitpunkt nimmt man die weiteren wartenden Leute wahr, die ebenfalls drauf warten, dass sich eines der beiden metallenen Garagentoren in diesem Parkhaus öffnet und man an die Kasse gelangt. „Normalerweise“ hängen nicht so viele Leute einfach so in Tiefgaragen rum. Nach ca. 30 Minuten Wartezeit war ich dann auch an der Reihe und konnte die über 5.000,- EUR Wechselgeld abholen. Nicht so gut vorbereitet wie das Team in 2012, nämlich mit einem Rollkoffer, schulterte ich den Rucksack. Der Schmerz der Belastung ging direkt in die Mitte meines Rückens. Unter dem zwischen Mitleid und Verachtung switschenden Blicken des Kassierers machte ich mich dann auf den Weg wieder hoch ans Tageslicht und auf die Suche nach einem Taxi welches mich dann direkt in die STATION fuhr. Ich bin sehr froh, dass ich den gefühlt 60 Kilo Hartgeld getrotzt habe und zusammen mit Nico den Sack durch die Halle 3 in unser re:publica Produktionsbüro bringen konnte. Der #rp13-Aufbau war da schon in vollem Gange.

An diesem Freitag Nachmittag konnte ich mich dann, zusammen mit dem Team des WSLab on Creative Entrepreneurship, an die Vorbereitungen für den Workshop machen. Dieser startete dann am Samstag mit ca. 20 TeilnehmerInnen aus acht Ländern.

Die TeilnehmerInnen waren aufgefordert an zwei Tage eine auf den diy days in New York zwei Wochen zuvor erstelle design question zu diskutieren und Ideen dazu zu entwickeln. Bei diesem Kick-Off-Event in New York war ich auch in einem Hangout dabei.

Die design question lautete:

How could we enable and promote creative spaces to influence global action?

Ich bin sehr auf die Ergebnisse gespannt. Der Prozess wird im Herbst auf den Design Days in Amsterdam abgeschlossen und bildet somit einen spannenden und internationalen Ansatz der Kollaboration und Zusammenarbeit.

Doch zurück zum Freitag, den 03. Mai, an dem, ganz nebenbei, mein Oma ihren 93. Geburtstag gehabt hätte, wenn sie nicht vor einigen Jahren gestorben wäre. Am Abend hatte ich noch ein Treffen mit Christian Müller aus dem newthinking-Team zur mittelfristigen Planung von newthinking – denn mit unserem 10. Geburtstag im Juni 2013 wollen wir das eine oder andere verändern. Mal sehen was daraus wird.

Samstag, der 04. Mai war dann sowas wie der erste Kick-Off-Tag der re:publica 2013. Nicht nur das Treffen der Global Innovation Lounge hatte begonnen und der WSLab-Workshop, sondern der Aufbau nimmt immer konkretere Formen an. Das Helfermeeting mit über 150 Personen wurde durchgeführt. Wichtigster Punkt für mich war die Bauabnahme am Nachmittag. Dort mussten wir 90 Minuten durch alle Hallen laufen und die Brand- und Fluchtwegsicherheit mit der Feuerwehr und Leuten von Amt klären.

Mit wenigen Einschränkungen, die wir schnell ändern konnten, wurde uns die Bauabnahme erteilt. Ein wichtiger weiterer Schritt in Richtung #rp13 war getan. Am Abend war dann das erste cometogether im Golgatha angesetzt bei dem sich die Teilnehmer der GIZ, des WSLab und der newthinking netzwerklounge treffen konnten.

In der STATION ging der Aufbau bis spät am Abend weiter. Ruhig war es dann noch am frühen Sonntag, dem Tag vor dem Start der Veranstaltung. Das sollte sich natürlich im laufe des Tages ändern. Der zweite Teil des WSLab startete pünktlich um 10 Uhr und ich bin schon gespannt auf die Zusammenfassung der Ergebnisse.

Um 11.00 Uhr am 05.05.13 war dann das letzte Team/Technikmeeting.

Das ist dann jetzt das Ende von Teil eins meines My making of re:publica 2013. Der Rest folgt in den nächsten Tagen.

Bilder #rp13 – re:publica

Nach vielen Monaten der Arbeit ist sie jetzt vorbei – die re:publica 2013. Ein Bericht von mir folgt noch, hier schon mal die Bilder:

This is (more) for you! #rp13 Team

I would like to introduce to you: 21 37 re:publica 2013 team members & partners in ACT!ON (more to come!)

Big hugs to all of you!

Kein normales Spiel

Ich hätte nicht gedacht, dass ich zu der peinlichen 4:1 Niederlage von TeBe am vergangenen Mittwoch bei Hürtürkel noch ein Posting machen würde, aber die allgemeine Berichterstattung über die Partie ist doch zu spannend.

 

Auf turus.net war schon gleich einen Tag später ein Artikel von Jörg Pochert erschienen, der die Situation gut zusammengefasst hat: „Kein Zehner für nen Steher: Sechstliga-Fußball muss bezahlbar sein!„. Kaum zu glaube, dass eine eher nebensächliche Frechheit so hohe Wellen schlägt. Das hat wohl mit der Uneinsichtigkeit der Verantwortlichen bei Hürtürkel zu tun, denn was Hürtürkels 1. Vorsitzender Selami Erbay auf Fussball.de dazu sagt ist schon abenteuerlich:

„Wir haben im Hinspiel bei TeBe acht Euro gezahlt und wollten zeigen, dass wir das auch können.“ Von TeBe-Seite wird jedoch darauf hingewiesen, dass eine Karte sieben Euro kostet, inklusive überdachter Sitzplatz-Tribüne.

In einer kurzen verbalen Auseinandersetzung mit ihm sprach er mir gegenüber noch, extrem aufgebracht, von 10,- EUR die er hätte bezahlen müssen bei uns. Eigentlich ging es wohl eher darum, dass einige Hürtürkel verantwortliche beim Hinspiel bei uns überhaupt Eintritt zahlen mussten. Das hat sie wohl nachhaltig verärgert.

Insgesamt kann man aber von einem ruhigen Abend sprechen, wenn man bedenkt was sich noch vor einiger Zeit dort bei Hürtürkel abgespielt hat: „Du stinkst schon wie ein Jude“. Deshalb war auch mit einem hohen Polizeiaufgebot zu rechnen.

Wenn man dem Präsidiumsmitglied des Berlin Fussball-Verbands Mehmet Matur glaubt, hat der Verein im vergangenen Jahr seine Hausaufgaben gemacht.

„Der Verein hat eine gute Reaktion gezeigt, mit der Polizei kooperiert, Spieler und Trainer zu Anti-Gewalt-Kursen geschickt.“

Somit ist also die Aktion mit dem „Topzuschlag“ für das Spiel ein klassisches Eigentor für Hürtürkel.

Für mich war es trotz allem ein netter Abend, denn Musu, der Besitzer meines Stammkiosks direkt neben unserem Büro, war auch vor Ort und wir haben die zweite Halbzeit für ein nettes Gespräch genutzt. Das war auch das einzigste Gute an dieser zweiten Halbzeit.

Hoffentlich fängt sich unsere Mannschaft an diesem Wochenende wieder, denn es geht gegen Eintracht Mahlsdorf darum, den Anschluss nach oben in der Tabelle nicht ganz zu verlieren.

Magazin SPRINT im Supermarkt

Klasse, noch zehn Tage bis zum ersten newthinking Book SPRINT! Mit diesem Projekt (04. – 06.04.13) verwirklichen wir nun einige tolle Ideen die wir schon länger haben. Wir machen ein Magazin (welches auf der re:publica verteilt wird, an ausgewählten Kiosken, an Bahnhöfen und im Zeitschriftenhandel erhältlich ist und an Kunden von newthinking versendet wird).

Wir schenken uns dieses Magazin aber eigentlich selber zum 10. Geburtstag, denn: wir sehen das Coffee-table-book auch als ein Geburtstagsgeschenk an uns selber! Echt schön, dass sich schon fast 200 Leute zur Party angemeldet haben. Diese findet zwischen dem 21. – 23. Juni 2013 in der Willner Brauerei in Pankow statt. Aber zurück zum Sprint. Hier einige Sätze aus der Beschreibung:

Offenheit, Transparenz, Kollaboration und neue Business Modelle.
Das ist die Philosophie von newthinking. 2013 seit 10 Jahren.

Aus diesem Anlass wollen wir ein Experiment durchführen:
Ein Magazin produzieren.
In drei Tagen.
In offener Kollaboration.

Veröffentlichung auf der re:publica

Digitale Kultur, Netzpolitik, DIY, Kollaboration, Open Everything – um Themen wie diese soll es im Magazin gehen.

Doch noch ist keine Zeile geschrieben und kein Inhalt festgelegt.
All dies geschieht vor Ort während des Sprints.

Du wolltest schon immer ein Magazin machen?
Doch hattest nicht genug Ressourcen oder Mitstreiter?

Du bist Experte im Bereich DIY? Du betreibst Open Design Label? Du bist Entwickler in einem Open Source Projekt? Du bist Unternehmer und überzeugt von Open Innovation? Du bist Datenjournalist und greifst auf Open Data zurück? Du bist in Co-Working Spaces unterwegs und schwörst auf Kollaboration? Du bist in einem Start up und experimentierst mit neuen Business-Modellen?

Hier ist deine Chance:
Beteilige dich am newthinking Magazin und bringe deine Expertise und Themen ein.
Mit einem Artikel, einem Interview oder visuell.
Durch kritische Kommentare und Feedback an entstehenden Beiträgen.
Durch die Gestaltung der Inhalte.

Wir remixen also die Idee des Booksprints. Hierzu haben ich heute einen kleinen Artikel auf dem Blog ‚Rückeroberung des Öffentlichen‚ geschrieben. Bleibt mir eigentlich nur zu sagen, dass ich mich freuen würde, wenn Ihr Euch zahlreich anmeldet!

Die Zufallsmaschine

In seinem nicht mehr ganz neuen Buch „The Serendipity Machine“ beschreibt Sebastian Olma einen Zustand wie ihn jeder kennt – Kommissar Zufall! Klar, hier geht es nicht um Kriminal Delikte, sondern um die Schaffung von Rahmenbedingungen für Innovation in der digitalen Gesellschaft. In dem handlichen, knapp 70 Seiten starken Buch, zeichnet er einen Ansatz den er, einer Case Study gleich, bei der niederländischen Firma seats2meet.com beobachtet hat und genau beschreibt. Im Untertitel des Buchs formuliert er den Ansatz als „Business Model for Society 3.0“, was mir erstmal komisch klingt (Sebastian hat mir das Printbuch vor vielen Wochen persönlich zugesendet, fyi) und diese sperrige Nummerierung erschließt sich mir auch nach einiger Zeit nicht.

Aber worum geht es hier eigentlich? Hier geht es um einen Ansatz, der in den Niederlanden sehr erfolgreich praktiziert wird, nämlich um die kostenlose Bereitstellung von Infrastruktur (Raum, Drinks, Food) und die Philosophie dahinter, dass eine Bezahlung durch eine neue andere Währung erfolgt – durch ‚kreativ Kapital‘. Doch wie funktioniert das? Derjenige der diese freie Infrastruktur zur Verfügung stellt bietet „added value“ in Form von Meetingräumen o. ä. die die Besucher dazu buchen können. Als NutzerIn der Infrastruktur willige ich ein, sowohl Online also auch auf Screens in der Location, a) mit meinem sozialen Profil dort angezeigt zu werde (mich also einchecke) und b) für die Ansprache der anderen BesucherInnen zur Verfügung stehe. Ich also mein Wissen der temporären Community an diesem Ort zur Verfügung stelle. Kern dieser Überlegung ist also die ungerichtete Bereitstellung einer Plattform, mit gewissen Spielregeln, um Zufall Raum zu geben – diesen also zu befördern.

Anhand des konkreten Beispiels seats2meet gelingt es Sebastian die Basismechanismen einer vernetzen und mehr auf die Freelance-Kultur ausgerichteten Gesellschaft zu beschreiben. Er nutzt dafür nicht nur Creative Commons Lizenzen beim texten sondern beschreibt auch die Reproduzierbarkeit des Konzepts. An vielen Stellen beschreitet er Neuland und nutzt neue Begriffe wie Fanchise, was am genannten Beispiel, die weitere Verbreitung der Co-Working-Infrastruktur ermöglicht. Ich kann den Download also erstmal nur empfehlen und wünsche mir, dass viele Leute an der Lesung am 22.03.2013 im Aufbau Haus am Moritzplatz teilnehmen. Leider werde ich nicht da sein. Ich kann doch, Generalabsage.

Trotzdem habe ich einige Fragen zu diesem Rückzahlungskonzept, denn die ungerichtete Bereitstellung von eigenen Ressourcen ist ja nicht unbedingt neu. Der Punkt den der Text umreißt ist ja eher der, dass man als Teil einer Gemeinschaft den Nährboden für etwas unerwartetes zur Verfügung stellt. Im Kern geht das Konzept also zurück auf Mechanismen die schon bei Jägern und Sammlern eine Rolle spielten – Unberechenbarkeit. In dieser digitalen Welt jedoch ein seltener werdendes Gut. Dieses Momentum zu erzeugen – oder dafür gar eine Maschine zu haben – ist ein sehr umfassender Ansatz. Nur das eine Beispiel der seats2meet.com dafür zu nutzen ist mir zu wenig. Ich verstehe vielmehr diese Arbeit als Kapitel eines umfassenderen Werkes was zu dem Thema „Urbarmachung des Zufalls“ entstehen sollte. Sebastian: there is work to do! I’m in.

Geht alle hin: Vernissage „Schrüppe McIntosh Apokalypse“

Für alle die noch nicht wissen was sie am Wochenende machen sollen und sich nicht am Service Jam Berlin beteiligen hier ein Pro-Tip! Geht alle, und ich meine ALLE, bitte dieses Wochenende zur Vernissage „Schrüppe McIntosh Apokalypse“. Meine liebe Freundin Schrüppe besorgt euch einen Mischung aus Kunst, Fashion, Live Musik, Performances und Lesungen die ihr nicht verpassen dürft! Hier gehts zur FB-Anmeldung.

Der Ball ist politisch.

Ein wahnsinnig abgefahrener Tag (und nicht nur rund um Fussball) liegt hinter mir. Meetings, Telkos, Kundengespräche, Angebotserstellung, Erfolge, Pitchniederlagen – da war alles dabei. Hier soll es aber nur um Fussball gehen. Denn dieser 21. Februar 20. Februar hatte es in sich. Highlight war die Kunde von der Verleihung des Preises „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ für die Kampagne gegen Homophobie im Fussball, eine Initative der aktiven Fans von Tennis Borussia Berlin und anderen, u. a. des LSVD. Ein wirklich einfach toller Erfolg für die vielen Aktiven in dieser Kampagne. Mein Dank gilt ihnen! Denn wie wichtig dieser Kampf gegen Vorurteile und reaktionäre Strukturen ist, zeigt der Zeitgeist. Wenn Robbie Rogers nach seinem Outing in der vergangenen Woche sowas bloggen muss:

„In den letzten 25 Jahren habe ich Angst gehabt: Angst, zu zeigen, wer ich wirklich bin. Angst, dass mein Geheimnis meinen Träumen im Wege stehen könnte“

Doch diese Strukturen sind nicht nur unterschwellig zu spüren, sondern handfeste Realität in der Gesellschaft und den Stadion der Welt. Auch in Berlin finden sich härteste Zirkel der gewaltbereiten Ausgrenzung und es werden keine nachhaltigen Mittel dagegen gefunden. Schon am Sonntag Dieses Frühjahr geht es für Tennis Borussia Berlin nach Rudow und der eine oder die andere wird sich noch an die letzten Aufenthalte dort mit schrecken erinnern.

Deshalb ist es nicht nur heute, an diesem Wochenende, hier, überall und immer wichtig sich gegen diese Tendenzen zu wehren und Flagge zu zeigen. Gegen Homophobie, Rassismus, Anitsemitismus und alle Formen der Intoleranz. Als TeBelerInnen tuen wir das häufig. Nicht nur mit der Unterstützung der vielleicht einzigsten aktiven antifaschistischen Fankultur in Weissrussland, den Fans von Partizan Minsk, die bei ihrer Tour durch Deutschland im März von vielen Fangruppen und Vereinen unterstützt wird. Leider muss regelmäßig an diesen Themen gearbeitet werden.

Da kommt es natürlich grade recht, wenn man, nach getaner Arbeit in einem Stammkiosk erfährt, dass der Bruder des Verkäufers mal bei TeBe gespielt hat und der Kunde hinter mir sagt, er sei auch Tennis Borussia Fan gewesen, aber 6. Liga tue er sich nicht an. Sowas bestärkt einen in der Arbeit an der flächendeckenden Verbereitung der TeBe Fankultur in Berlin und anderswo. Und das kann man dann auch auch mal feiern. Spätestens zur 111 Jahre TeBe-Gala im Lovelite am 6. April 2013 mit tollen Bands: